Malerbetrieb Epple


Florian Epple, Jahrgang 1969, sammelte nach seiner Ausbildung zum Maler- und Lackierer zunächst Erfahrung bei der Firma Pixner, Naturfarbenzentrum-Malerbetrieb in München-Pasing, legte 1997 erfolgreich die Meisterprüfung ab und übernahm 2002 den väterlichen Malerbetrieb.

Seit 2006 ist Florian Epple Bauberater kdR (kontrolliert deklarierte Rohstoffe). Umweltschutz ist ein wichtiges Thema für das Unternehmen: So wird z.B. seit 2007 das Schmutzwasser nahezu in Trinkwasserqualität entsorgt: Die Farbbestandteile werden in einer Abspaltanlage ausgefällt und separat entsorgt, so dass klares Wasser übrig bleibt.

Über 180 Jahre lässt sich die Geschichte des Malerbetriebs Epple in Waging am See zurückverfolgen. Heute führt Florian Epple seinen Betrieb traditionsbewusst und fürsorglich für Gesundheit und Umwelt. Seit fast 20 Jahren verwendet er zunehmend humanökologische Produkte und ist damit ein Trendsetter. Der Malerbetrieb Epple beschäftigt derzeit acht Malergesellen, drei Auszubildende und eine Büroangestellte.

Sie suchen Inspirationen?

Vereinbaren Sie mit uns einen Termin.

Hier Termin vereinbaren

Tradition seit über 180 Jahren


Florian und Uli Epple ab 2002

Nach seiner mit dem Fachabitur abgeschlossenen Schulausbildung absolvierte Florian Epple eine Malerlehre bei der Firma Ohl in Ruhpolding. Um seine Kenntnisse zu erweitern, arbeitete er von 1992-1994 beim renommierten Naturfarbenpionier Stefan Pixner in München. Zum Jahresbeginn 2002 erfolgte die Geschäftsübergabe. Was als fließender Übergang vom Senior auf den Junior gedacht war, entwickelte sich durch den Herztod von Hans Epple am 17. Januar zum Sprung ins kalte Wasser. Zum Glück stand Florian die bewährte Mannschaft loyal und hilfreich zur Seite, so dass das Geschäft keinen Einbruch erlebte. Neben des klassischen Malergeschäfts hatte er schon immer die Ausrichtung zum ökologisch orientierten Fachbetrieb im Auge.

An der IQUH Akademie in Weikersheim ließ er sich zum Bauberater ausbilden. Für die Naturfarbenfirma LIVOS war er einige Jahre bei Seminaren für Händler und Architekten als Referent tätig. Das Jahr 2016 brachte eine Generalrenovierung des Firmengebäudes und der Außenanlagen. Zudem wurde eine neue Halle, die als Gerüstlager dient, errichtet. Ganz aktuell ist die Einführung der „Koichfarb“, die speziell für Maler Epple hergestellt wird. Heute sind in dem traditionsreichen Malerbetrieb unter der Leitung von Florian Epple 1 Meister, 8 Gesellen, 3 Auszubildende und Uli Epple im Büro beschäftigt.

 

Hans und Reingard Epple 1966 – 2002

1966 übernahm Hans Epple jun. nach dem plötzlichen Tod seines Vaters den elterlichen Betrieb. Der bestens laufenden Firma wurde es in der Salzburgerstraße 26 bald zu eng und siedelte vorerst ins gegenüberliegende Gebäude (Heute Fahrschule Wendlinger) um. 1983 wagten Hans und Reingard den Schritt, im Brückenweg 7 ein großes und modernes Betriebsgebäude zu errichten. Reingard blieb mit ihrem Ladengeschäft weiterhin in der Salzburgerstraße. Zum 1.Januar 2002 übergab Hans Epple das Geschäft an seinen Sohn Florian. Am 17. Januar 2002 verstarb Hans Epple völlig unerwartet an einem Herzinfarkt.

 

Hans und Maria Epple 1923 – 1966

Nach einer Lehre in Rosenheim muss Hans Epple 1923 nach dem frühen Tod seiner Mutter mit erst 20 Jahren den elterlichen Betrieb übernehmen. Es gelang ihm, das Malergeschäft auszubauen und bis zu 8 Gesellen zu beschäftigen. Auch Lehrlinge wurden regelmäßig ausgebildet.

Hans Epple war aber nicht nur ein tüchtiger Handwerksmeister, sondern auch ein Waginger Urgestein. Aufgrund seiner offensichtlichen Führungsqualitäten verpassten ihm seine Maler den Ehrentitel „Manitu“, und bald nannte ganz Waging den geselligen Malermeister bei seinem Spitznamen.
1966 wurde er mit nur 63 Jahren völlig überraschend aus einem erfüllten Leben gerissen.

 

Simon und Antonia Epple

Am 9. Mai 1892 heiratet die Witwe von Raimund Flörl den Allgäuer Simon Epple aus Fellheim bei Memmingen. Der Malergeselle Epple konnte als Handwerksbursche auf der Wanderschaft viel Erfahrung sammeln. Über viele Stationen war er bis nach Potsdam im damaligen Preußen gekommen, ehe es ihn nach Waging verschlagen hat. Er führte das Malergeschäft weiter und wurde somit zum Namensgeber des bis heute erfolgreichen Handwerksbetriebs. Erst 44 jährig verstirbt Simon Epple 1910. Seiner Witwe Antonia gelingt es, den Betrieb durch die Wirren des 1. Weltkriegs zu bringen. Sie stirbt mit 61 Jahren 1923.

 

Raimund und Margarethe Flörl

Vor dem königlichen Notar Karl Uebersezig aus Laufen übergibt am 27. Dezember 1872 Franz Flörl „sämtliche Mobilien, Gewerbe- einrichtungen, Besitz und Eigentum“ an seinen Sohn Raimund. Am selben Tag versprechen sich Raimund Flörl und Margarethe Flemisch aus Tittmoning im Beisein des Notars die Ehe. Die kirchliche Trauung wird alsbald vollzogen. Margarethe Flörl stirbt am 1. März 1885 im Alter von erst 37 Jahren. Raimund heiratet 1886 Antonia Stegmann aus Waging. Raimund Flörl stirbt 1890.

 

Franz und Ursula Flörl

Die erste urkundliche Erwähnung von Franz und Ursula Flörl ist 1836 ein Ehepakt beim königlichen Landgericht in Laufen. Im gleichen
Jahr tritt der Malermeister Franz Flörl als Grüdungsmitglied des Gewerbevereins Waging in Erscheinung. Laut eines notariellen Kaufvertrags von 1843 kaufen die Malerseheleute Flörl vom Bierbrauer Peter Wieser das so genannte Reschberger- oder Göttlhaus Nummer 6 in Waging (heute Salzburger Str. 26) für 1200 Gulden.